26. April
Bischof, Märtyrer, * unbekannt, † 29. März 1250

Ludolph war prämonstratensischer Domherr an der Bischofskirche zu Ratzeburg und hatte dort eine Zeitlang das Amt des Kämmerers inne. Im Jahr 1236 wurde er zum Bischof von Ratzeburg ernannt. Er lebte mit seinen Mitbrüdern im Schatten der Kathedrale ein solch strenges Klosterleben, dass das Stift den Beinamen „carcer ordinis“ (Gefängnis des Ordens) erhielt. Ludolph stellte seine ganze Kraft in den Dienst der Kirche, indem er predigte und Pastoralbesuche unternahm. Er gilt als Mitbegründer des Klosters Rehna in Mecklenburg. Papst Innozenz IX. betraute ihn zudem mit einigen politischen Missionen. Seine härteste Prüfung als Bischof musste er bei den Streitigkeiten mit der staatlichen Autorität bestehen. Fürst Albert von Sachsen-Lauenburg, der „Bär von Sachsen“, bemächtigte sich einiger Güter, die der Kathedrale gehörten. Ludolph leistete Widerstand, worauf Albert ihn ins Gefängnis werfen und foltern ließ. Der Unpopularität des Vorgehens bewusst, entließ man Ludolph nach langer Haft und brachte ihn zu Fürst Johannes von Mecklenburg, wo er bei den Franziskanern von Wismar Aufnahme fand. Ludolph starb am 29. März 1250 an den Folgen der Haft; er wird als Märtyrer für die Rechte und Freiheit der Kirche verehrt.

 

 


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