Start|News-Archiv|Termine|Linksammlung|Lage und Anfahrt|Kontakte

Datum: Samstag, 2. Dezember 2017
Ort: Diözese Innsbruck

Geht, heilt und verkündet

Ein großes Fest des Glaubens war die Weihe von Hermann Glettler zum Bischof der Diözese Innsbruck am 2. Dezember in der Olympiahalle Innsbruck.

Bereits am Morgen seines Weihetages hatte Hermann Glettler ein starkes Zeichen gesetzt. Der neue Bischof von Innsbruck besuchte obdachlose Menschen in der Teestube in Innsbruck. In dieser Einrichtung des „Vereins für Obdachlose“ gab Hermann Glettler Frühstücksbrote aus und unterhielt sich mit den Menschen an den Tischen. Immer wieder hat sich Hermann Glettler zu sozialen Fragen zu Wort gemeldet und unter anderem mehr Solidarität mit Menschen am Rand der Gesellschaft eingemahnt.


Zur Feier in der Olympiahalle Innsbruck kamen mehr als 7.000 Menschen, um gemeinsam mit dem neuen Bischof dessen Weihe und damit das Ende der fast zweijährigen Sedisvakanz zu feiern. Unter ihnen waren rund 600 Ministranten, 300 Priester und zahlreiche Bischöfe aus dem In- und Ausland. Die Ortswahl sei auch als Auftrag zu sehen, dass Glettler an „Andersorte“ gesandt sei, deutete Bischof Manfred Scheuer in seiner Predigt an.


Hauptkonsekrator bei der Feier in der Innsbrucker Olympiahalle war der Salzburger Erzbischof und Metropolit der westösterreichischen Kirchenprovinz Franz Lackner. Ihm zur Seite standen Glettlers Amtsvorgänger und jetziger Linzer Bischof Manfred Scheuer und der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl. Diese drei legten Glettler im stillen Gebet um den Heiligen Geist die Hände auf und vollzogen damit seine Weihe und die Weitergabe des Bischofsamtes.

Weitere Konzelebranten waren Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof Simon Ntamwana (Gitega/Burundi) und Bischof Yves Le Saux (Le Mans/Frankreich). Auch der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, nahm an der Feier teil. 

Bischof Manfred Scheuer, Glettlers Vorgänger in Innsbruck, hob in seiner Predigt Glettlers besondere Aufgabe hervor, ein Vermittler „zwischen Religion und Aufklärung, Spiritualität und Solidarität, Tradition und Moderne, Heimat und Weltoffenheit, Freiheit und Selbstbestimmung“ zu sein. „Bischof Hermann kann Brücken bauen über existentielle Abgründe hinweg, Brücken aber auch zu den ausdrücklich Nichtgläubigen. Er hat sich schon bisher verstärkt jenen gewidmet, die kein Nahverhältnis zur Kirche haben, die mit der Kirche nichts am Hut haben“, so der nunmehrige Linzer Bischof. Als Künstler und Bischof werde Glettler zudem ein „Diener der Freude und der Schönheit“ sein. „Lieber Bischof Hermann, du wirst mit Freude aufgenommen und du wirst Freude bringen“, schloss Scheuer. 

Als Zeichen der ökumenische Verbundenheit nahm unter anderem der evangelisch-lutherische Superintendent Olivier Dantine an der Weiheliturgie als Lektor einer Lesung teil. Die sehr gute Beziehung der Diözese zur Israelitischen Kultusgemeinde wurde unterstrichen durch die Teilnahme von IKG-Landespräsident Günter Lieder. Unter den Gästen waren auch zahlreiche weitere Vertreterinnen und Vertreter anderer Religionsgemeinschaften.

Das Land Tirol war bei der Bischofsweihe repräsentiert durch Landeshauptmann Günther Platter und Landtagspräsident Herwig van Staa, Südtirol war vertreten durch Landeshauptmann Arno Kompatscher. Neben der gesamten Tiroler Landesregierung nahmen auch die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, sowie Mitglieder der Stadtpolitik an der Feier teil.

Nach Innsbruck waren auch über 500 Gäste aus Glettlers Heimat, der Steiermark, gekommen - mit Bischof Krautwaschl und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer an der Spitze. Allein sechs Busse kamen aus der Pfarre St. Andrä in Graz, wo Glettler lange als Pfarrer wirkte, und aus seiner Heimatgemeinde Übelbach mit der Musikkapelle des Ortes.

In Anschluss an die Weiheliturgie waren alle Teilnehmer zu einer Agape in der Olympiahalle eingeladen. Danach verlagerte sich das Geschehen in die Innsbrucker Innenstadt, wo am Domplatz ein Landesüblicher Empfang stattfand. Dem folgte um 19.00 Uhr eine feierliche Vesper, die der neue Bischof erstmals von seiner Kathedra in der Domkirche aus leitete.

Hermann Glettler ist der fünfte Diözesanbischof der 1964 errichteten Diözese Innsbruck. 

Als Wahlspruch wählte Bischof Hermann Glettler: Euntes curate et praedicate – Geht, heilt und verkündet! (Mt. 10, 7f)

Ansprachen und weitere Bilder finden Sie unter www.dibk.at

Die nächsten Termine

35 Jahre - Wiltener Advent
Lieder, Musik und besinnliche Worte zur Vorweihnachtszeit in der Basilika Wilten.
Datum: Samstag, 16. Dezember 2017
Beginn: 20:00 Uhr
Ort: Basilika Wilten, Innsbruck

3. Adventsonntag - Lichtvesper in der Stiftskirche
Am Abend des 3. Adventsonntags feiert der Konvent gemeinsam mit den Gläubigen eine Lichtvesper in der Stiftskirche. Gespielt werden Orgelwerke von Charles Marie Widor (1844-1937) „Marche du Veilleur de Nuit“ aus: Bach’s Memento.
Datum: Sonntag, 17. Dezember 2017
Beginn: 18:00 Uhr
Ort: Stiftskirche Wilten, Innsbruck

weitere Termine...

die Suche

Geben Sie bitte in der untenstehenden Suchbox den Suchbegriff ein!

der Klosterladen

Klosterladen Stift Wilten Innsbruck

zu den Klosterprodukten

unsere Anschrift

Stift Wilten
Prämonstratenser-Chorherren
Klostergasse 7
A-6020 Innsbruck
Tirol, Österreich
Telefon: +43 512 583048
Fax: +43 512 583048-22

© Alle Rechte vorbehalten: Stift Wilten · Impressum|Kontakte|Newsletter