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Datum: Montag, 26. Juni 2017
Ort:

Sonntagsevangelium

Als Einstimmung auf den Sonntag finden Sie bei uns wöchentlich das aktuelle Evangelium. Eine Möglichkeit zur Vertiefung bieten die "Gedanken zum Sonntag" mit weiterführenden Reflexionen und Texten zum jeweiligen Evangelium.

13. Sonntag im Jahreskreis A (2. Juli 2017)

Evangelium des Matthäus 10, 37 – 42

Über den Weg der Nachfolge sagt Jesus:

37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.  

38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.  

39 Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. 

Über den Gewinn der Jüngerschaft sagt Jesus:

40 Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. 

41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten.  

42 Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist - amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.

Gedanken zum Sonntag, Innsbruck

 

Liebe Weggefährten/liebe Weggefährtinnen im Glauben!

 

Über hundert Feuer erhellten die Nacht vor Herz-Jesu und zu Sonnwend die Berge über Innsbruck.
Etliche bildeten ein Kreuz ab, andere ein Herz mit Kreuz.

Das Kreuz gehört in unserem Land zu einem öffentlich geachteten Zeichen.
Warum ist es in unserer Kultur so selbstverständlich geworden?
Bis ins 4. Jahrhundert war es ein Spottzeichen für das Scheitern.

Die christliche Deutung sieht in ihm vor allem ein Heilszeichen.
Dabei geriet mitunter die Dramatik des Scheiterns aus dem Blick.

Jesus verbindet in seinem Evangelium beides und betont: „Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt ist meiner nicht wert." Das eigene Kreuz, das eigene Scheitern, die eigenen Grenzen können durch das Annehmen und Integrieren zum Segen für einen selber und für andere werden.

Vielleicht werden auf diese Weise die Gipfelkreuze auf unserer Bergen zu Hoffnungszeichen.

Das wünschen sich und Euch Albert und Petra Maria.

 

 

 

Einfach weiterdenken:

Auf den ersten Blick erzeugen die Worte Jesu Widerstand: Jesus ist sich selber sehr viel wert. In seiner Jüngerschaft zu leben ist anspruchsvoll.

Es gibt auch einen zweiten Blick auf seine Worte als Angebot für einen „inneren Reifungsweg“ aus entwicklungspsychologischer Sicht:

„Nachfolge“ meint dann „Bindung“. Dabei kann es Hindernisse geben.

Jesus nennt Vater, Mutter, Sohn, Tochter. Kinder werden bindungsfähig, wenn sie von ihren Eltern in die Eigenverantwortung entlassen werden. Das bedeutet für beide Mut und Vertrauen. Diese fundamentale Einsicht finden wir auch in Gen 2, 24: Damit Mann und Frau ein Fleisch werden können verlassen sie Vater und Mutter.

Kenne ich den Segen des Loslassens?

Auch das eigene Kreuz kann hinderlich sein, sich zu binden: Kreuz steht für mein Scheitern, meine Grenzen, meine Schattenseiten, meine seelischen Verletzungen. Erwachsen werden gelingt durch Integration und Annehmen dieser Kräfte. Nur das, was angenommen wird, kann sich wandeln und positive Kräfte freisetzen. Gelegentlich begegnen wir Menschen, die sehr viele Verletzungen erlitten haben und dennoch Liebende geblieben sind. Jesus selbst hat so gelebt.

Habe ich den Segen „meines Kreuzes“ erfahren dürfen?

Kenne ich Menschen, die trotz ihres Kreuzes Liebende geblieben sind?

Das Leben gewinnen – das Leben verlieren als Möglichkeit: Es gibt unzählige Angebote bezüglich eines guten Lebens. Die Werbespots diesbezüglich sind bunt. Es gilt, ein inneres Sensorium zu entwickeln, um zu erkennen was Leben stärkt – bei mir und bei den anderen.

Was ist für mich „gutes Leben“?

Wozu lasse ich mich verlocken?

 

 

im feuerofen des lebens

beinahe verbrannt

verwundet und zugleich gereinigt

geläutert und gestärkt

wie das edle metall

gewandelt von innen

strahlst du im

glanz der liebe

 

petra unterberger

Die nächsten Termine

Wiltener Stiftsorgelkonzerte - J.S. Bach & die Reformation III
Ton Koopman aus Amsterdam spielt im Rahmen der Wiltener Stiftorgelkonzerte Werke von Johann Sebastian Bach.
Datum: Donnerstag, 29. Juni 2017
Beginn: 20:00 Uhr
Ort: Stiftskirche Wilten, Innsbruck

13. Sonntag im Jahreskreis - Vesper in der Stiftskirche
Der Konvent feiert mit den Gläubigen eine gemeinsame Vesper in der Stiftskirche. Gespielt werden Orgelwerke von Johann Sebastian Bach (1685-1750) Partita „O Gott, du frommer Gott“ Teil 1. Wir laden Sie recht herzlich zur Mitfeier ein.
Datum: Sonntag, 2. Juli 2017
Beginn: 18:00 Uhr
Ort: Stiftskirche Wilten, Innsbruck

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