Datum: Sonntag, 11. Februar 2018

 

Erster Fastensonntag LJ B (18. Februar 2018)

Evangelium des Markus 1, 12 – 15

12 Und sogleich treibt der Geist Jesus in die Wüste.  

13 Und er war vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Und er war bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm. 

14 in Versuchung geführt. Und er war bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm. 

 Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa und verkündete das Evangelium Gottes:  

15 Erfüllt ist die Zeit, und nahe gekommen ist das Reich Gottes. Kehrt (denkt) um und glaubt an (setzt euer Vertrauen in) das Evangelium!

 


Liebe Weggefährten im Glauben 

Es gibt im Rhythmus des Jahres markante Einschnitte und Wendepunkte.

Die Sonnwendnächte können zum Anstoß einer Neuorientierung werden. Altes soll zurückbleiben und Neues will unter die Füße genommen werden.

Auch für Jesus gab es Wendepunkte: Einer war die Hinrichtung von Johannes dem Täufer. Von da an begann Jesus seine Gottes-Erfahrung in der Öffentlichkeit mitzuteilen.

Und seine Botschaft war als Wendepunkt und Einschnitt gedacht:
Nicht mehr die religiöse Leistung zählt.
Vielmehr kommt alles darauf an, mein Vertrauen auf die bedingungslose Liebe Gottes zu setzen.

Vielleicht ist der Wendepunkt vom Fasching zu Fastenzeit für uns ein Anlass Wege des Vertrauens in Gottes Liebe zu suchen.

Das wünschen sich und Euch Albert und Petra Maria. 

 

Einfach weiterdenken...

 

...sogleich treibt der Geist Jesus in die Wüste. 

In der Taufe im Jordan hat Jesus das „Herabkommen der Geistkraft Gottes“ erfahren verbunden mit der Gewissheit „geliebter Sohn Gottes und in seinem Wohlgefallen zu sein“. Die nächste Spur der Geistkraft zeigt sich im Antrieb für vierzig Tage in die Wüste zu gehen und sich auszusetzen.

 

Wo erlebe ich mich „aus-gesetzt“?

Wo spüre ich „innere Wüste“?

Wo und wie suche ich bewusst die Wüste (Leere) auf?

Die Wüste bedeutet für Jesus: in Versuchung geführt werden ... bei den wilden Tieren sein  ... von Engel bedient werden. 

„versucht werden“ – „bei den wilden Tieren sein“ – „bedient werden“ lassen sich als innere Erfahrungen deuten:

Es gibt bei Jesus ein geistiges Ringen ähnlich dem Ringen Jakobs in der Nacht am Jabok. Seine Versuchung könnte ein Ringen um Vertrauen gewesen sein, ein Aushalten in der Unsicherheit, ob die Zusage der Taufe noch trägt.

„Die wilden Tiere“ lassen sich als innere Bilder verstehen: Phantasien bei Tag oder Träume in der Nacht. Dann auch „wilde Geschichten“ aus dem bisherigen Leben.

„dienende Engel“ – Vertrauen, geführt zu sein. Getragen-sein  in der Angst, ins Bodenlose zu fallen. Kräfte, die schützen.

Auf unser Leben umgelegt können drei Fragen hochkommen:

-        Bin ich von GOTT geliebt?

-        Kann ich mich auch mit den wilden Seiten meines Lebens annehmen?

-        Was/wer trägt mich in der Angst?

Nachdem...

Markus sieht einen Einschnitt im Leben von Jesus. Mit dem Mord an Johannes geht Jesus in die Öffentlichkeit. Jetzt ist der Augenblick da, um die eigene Gottes-Erfahrung mitzuteilen.

Erfüllt ist die Zeit, und nahe gekommen ist das Reich Gottes. Kehrt (denkt) um und glaubt an (setzt euer Vertrauen in) das Evangelium!

Die Gegenwart des Reiches Gottes erweist sich für Jesus als Gewissheit, von Gott geliebt zu sein – ohne Bedingung. Um diese Ansage anzunehmen braucht es ein „um-denken“. Weg vom Glauben meine Leistung sei Voraussetzung für Gottes Liebe. Die neue Form des Glaubens ereignet sich dann, wenn ich mein Vertrauen auf Gottes bedingungslose Liebe setzen kann.

Wo und wie spüre ich die Versuchung, durch spirituelle und religiöse Leistungen mir den Himmel verdienen zu wollen?

 

 

wild und gefräßig

lauern die ungezähmten

weggesperrten

in den untergrund

in die dunkelheit

verbannten wilden tiere

die ungeliebten schatten in uns

im licht besehen

lechzen sie

hungrig und bedürftig

nach liebe

nach anerkennnung

und befreiung

damit ihre ungeheuerliche kraft

dem  leben dienen kann

 

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