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Datum: Dienstag, 17. Oktober 2017
Ort:

Sonntagsevangelium

Als Einstimmung auf den Sonntag finden Sie bei uns wöchentlich das aktuelle Evangelium. Eine Möglichkeit zur Vertiefung bieten die "Gedanken zum Sonntag" mit weiterführenden Reflexionen und Texten zum jeweiligen Evangelium.

29. Sonntags im Jkr. A (22. Oktober 2017)

Evangelium des Matthäus 22, 15 – 21

Daraufhin beschlossen die Pharisäer Jesus mit einer verfänglichen Frage in die Falle zu locken. 16 Sie schickten ihre Jünger zu Jesus und auch einige Parteigänger von Herodes; die sagten zu ihm: »Lehrer, wir wissen, dass es dir nur um die Wahrheit geht. Du lehrst klar und deutlich, wie wir nach Gottes Willen leben sollen. Denn du lässt dich nicht von Menschen beeinflussen, auch wenn sie noch so mächtig sind.  17 Nun sag uns deine Meinung: Ist es nach dem Gesetz Gottes erlaubt, dem römischen Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht?« 18 Jesus erkannte ihre böse Absicht und sagte: »Ihr Scheinheiligen, ihr wollt mir doch nur eine Falle stellen! 

19 Zeigt mir eins von den Geldstücken, mit denen ihr die Steuer bezahlt.« Sie gaben ihm eine Silbermünze,  20 und er fragte: »Wessen Bild und wessen Name sind denn hier aufgeprägt?« 21 »Das Bild und der Name des Kaisers«, antworteten sie.

Da sagte Jesus: »Dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, –und gebt Gott, was Gott gehört!« 

22 Solch eine Antwort hatten sie nicht erwartet. Sie ließen Jesus in Ruhe und gingen weg.

Gedanken zum Sonntag, Innsbruck

Liebe Weggefährten/liebe Weggefährtinnen im Glauben!

 

Als Kinder wurden wir von Erwachsenen öfters gefragt „Zum wem gehörst jetzt du?“

Dazugehören gibt einerseits Sicherheit und bringt anderseits gewisse Abhängigkeiten.
Bin ich der Besitz eines Menschen?

Der amerikanische Schriftsteller David Whyte sieht das Dazugehören als lebenswichtig an.
„Es interessiert mich nicht, ob es einen Gott gibt oder viele Götter.
Ich möchte wissen, ob du dazugehörst oder dich verlassen fühlst.“

Wie können wir GOTT-zughörig leben lernen?
Zuerst in der Erinnerung an die biblische Zusage, dass jeder Mensch als Abbild Gottes gewollt ist.
Ohne alles Zutun sind wir GOTT-zughörig.
Allerdings: Wir können dazu Ja oder Nein sagen.

Ich kann Gott gehören wollen indem ich ihn in mir wirken lasse.
So gebe ich „Gott, was ihm gehört.“

Mögen wir lernen, den Schatz unserer GOTT-Zugehörigkeit zu erkennen und zu heben.
Das wünschen sich und Euch Albert und Petra Maria.

 

Einfach weiterdenken...

Ich achte auf die Emotionen und Motive der handelnden Personen:

Pharisäer an Jesus: mit einer verfänglichen Frage in die Falle locken ... schickten ihre Jünger und Parteigänger ... wissen, dass es dir nur um die Wahrheit geht ... lehrst klar und deutlich ... lässt dich nicht von Menschen beeinflussen ... sag uns deine Meinung ... solche ein Antwort hatten sie nicht erwartet ... ließen Jesus in Ruhe ... gingen weg

Wo bin ich schon den „pharisäischen“ Strategien in meinem Lebensumfeld begegnet?

Wann/wie bin ich versucht solche Strategien zum eigenen Vorteil zu nutzen?

Jesus erkannte ihre böse Absicht und sagte: »Ihr Scheinheiligen, ihr wollt mir doch nur eine Falle stellen! 

Ignatius von Loyola war es wichtig, die „Unterscheidung der Geister“ zu üben. Jesus war stark in dieser Einstellung. Das half ihm, die Scheinheiligkeit und bösen Absichten zu erkennen und beim Namen zu nennen.

Bin ich um die „Unterscheidung der Geister“ in Politik, Kirche und im eigenen Lebensumfeld bemüht? Was/wer hilft mir dabei?

Worum geht es Jesus?

...gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, –und gebt Gott, was Gott gehört!« 

Die Steuerfrage hatte höchste politische Brisanz. Immer wieder gab es religiös motivierte Aktionen, sich der römischen Besatzungsmacht zu widersetzen. Realistisch verlief alles im Sand und kostete unzähligen Menschen das Leben. Die Klugheit Jesu ist bemerkenswert. Für ihn gibt es keinen Grund Steuerzahlung zu verweigern. Seine Antwort hat noch einen zweiten Focus. Was steht Gott zu? Was gehört ihm? Was kann der Mensch Gott geben?

...was Gott gehört...

Es gibt dazu einige maßgebliche biblische Texte wie Gen 1, 27 „Gott schuf den Menschen als sein Abbild. Als Mann und Frau schuf er sie.“ In Jer 31, 33: „Ich – Adonaj - lege mein Gesetz in die Menschen hinein und schreibe es auf ihr Herz.“ Diese Hinweise vermitteln die Vorstellung, dass GOTT im MENSCHEN da ist. Ihm geben, was ihm gehört, kann dann bedeuten: Ich lasse GOTT Raum in mir. Ich lasse es zu, dass sein Bild in meinem Leben sichtbar wird. Ich suche nach Möglichkeiten, dass mein Herz der Weisung Gottes traut und nach ihr handelt. Wer Gott in sich Raum gibt gehört Gott.

Wie versuche ich Gott Raum zu geben im Denken, im Handeln, im Reden, im Fühlen?

 

 

einsam

zu-rück-gezogen

heraus-gezogen

aus dem wir

alleine

ein-man

ein-frau

sein

distanziert

und doch

das wir ersehnend

da-zu-gehören

in familie und gesellschaft

da-zu-gehören

hören und gehört

werden

im großen wir

Die nächsten Termine

29. Sonntag im Jahreskreis - Vesper in der Stiftskirche
Der Konvent feiert mit den Gläubigen eine gemeinsame Vesper in der Stiftskirche. Gespielt werden Orgelwerke von Dietrich Buxtehude (1637-1707) „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ BuxWV 223.
Datum: Sonntag, 22. Oktober 2017
Beginn: 18:00 Uhr
Ort: Stiftskirche Wilten, Innsbruck

29. Sonntag im Jahreskreis - Konventmesse in der Stiftskirche
Wir beenden den Sonntag mit einer gemeinsamen Messe in der Stiftskirche und laden Sie recht herzlich zur Mitfeier der Eucharistie ein. Gespielt werden Orgelwerke von Dietrich Buxtehude Praeludium in e BuxWV 142.
Datum: Sonntag, 22. Oktober 2017
Beginn: 19:00 Uhr
Ort: Stiftskirche Wilten, Innsbruck

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