„Bitte, bleib noch da!“ Das sagen oft Kinder, wenn die Oma oder eine beliebte Tante oder ein Onkel wieder gehen wollen. „Geh, bleib noch! Bitte“. Das sagen auch wir Erwachsene manchmal, wenn ein lieber Besuch wieder heimgehen will. „Bleib noch ein wenig – Bleib no a bissl!“ Dieses Bleiben, dieses Dableiben bei mir ist eine Grundsehnsucht von uns Menschen. Deshalb der starke Schmerz, wenn Freunde, wenn liebgewordene Menschen mich verlassen, wenn wir sie durch Trennung oder gar den Tod verlieren. Dieses Getrenntsein, diese sogenannte social distance mussten wir jetzt über Wochen durch die Pandemie schmerzlich erfahren.

Durch den Tod Jesu sind auch seine Jünger in diese Situation gekommen. Sie sind total traurig. Sie fühlen sich verlassen. Aber Jesus hat ihnen schon vor seinem Tod einen Beistand, einen Tröster versprochen, den Heiligen Geist: „Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll“ (Joh 14,16) - so hören wir im Evangelium vom 6. Sonntag der Osterzeit.

Am Ende dieser 50-tägigen Osterzeit feiern wir Pfingsten: pentekostè heméra: den 50. Tag. Wir feiern die Herabkunft des Heiligen Geistes. In dieser Zeit vor Pfingsten bitten wir den Herrn um den Heiligen Geist, durch den Christus unter uns bleibt. Er hat es uns versprochen: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20). Das ist ein großer Trost für uns.

Bitten wir ihn, dass er unsere Herzen anfeuern möge, damit wir alles tun, um miteinander im Frieden zu sein; er möge uns helfen im Dialog zu bleiben sowie Solidarität und Nächstenliebe zu leben.

Vereinen wir uns in diesen Tagen im Gebet um den Geist Gottes: Sie finden solche Gebete und Lieder zum Heiligen Geist im Gotteslob. „Komm, Heil’ger Geist! Entflamme Sinne und Gemüt, dass Liebe unser Herz durchglüht“ (GL 342).

In diesem Marienmonat Mai möchte ich uns einladen - wie Papst Franziskus es auch empfohlen hat – den Rosenkranz zu beten, vor allem die glorreichen Geheimnisse (Gotteslob 4,7). Dabei beten wir im dritten Geheimnis: der uns den Heiligen Geist gesandt hat. Jedes Gesätzchen widme ich bestimmten Menschen, zurzeit besonders den Kranken. „Der uns den Heiligen Geist gesandt hat“: Bei diesem Geheimnis bete ich für die Firmlinge, die jetzt das Sakrament nicht empfangen können. Ich liebe diese Form des Gebetes – den Rosenkranz. Denn man kann ihn immer beten. Man braucht kein Buch, im Notfall nicht einmal einen Rosenkranz. Da habe ich meine Finger: Wenn ich z.B. auf die Straßenbahn warten muss; wenn ich beim Arzt eine Infusion bekomme – das ist meist so die Länge eines Rosenkranzes; wenn ich im Garten spazieren gehe.

Oder beten wir einfach im Laufe des Tages zwischendurch ein sogenanntes Kurz- oder Stoßgebet: „Komm, Heiliger Geist und bleibe bei uns!“

Das Rosenkranzgebet

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