In diesen Tagen der Corona-Pandemie haben wir einige wichtige Schlagwörter immer wieder gehört und gelesen – es könnten „Wörter des Jahres“ werden: 

LOCKDOWN: Ausgangssperre. To lock heißt im englischen: zusperren; lock down – ganz zusperren. Wir waren jetzt viele Wochen eingesperrt, haben uns verriegelt aus Angst vor dem Virus.
Auch die Jünger Jesu haben sich nach dessen grausamen Kreuzestod verbarrikadiert, sich eingesperrt aus Angst, sie könnten auch getötet werden. Angst sperrt immer zu. Die Angst hat schon in ihrem Wort die Enge.
Pfingsten, das Fest des Hl. Geistes, will uns diese Angst nehmen. Da öffnen sich die Herzen der Apostel und aller, die da im Obergemach in Jerusalem versammelt waren. Sie verstehen auf einmal die Sprachen der anderen, sie öffnen sich. Alle verstehen einander. Sie sprechen die Sprache der Liebe. Keine social distance mehr.
Natürlich müssen wir heute in dieser Zeit der noch immer andauernden Pandemie Vorsicht und Verantwortung walten lassen und aufgrund des Virus räumlich noch etwas Abstand halten. Aber wichtig ist, dass sich unsere Herzen öffnen, und wir auf die anderen zugehen: das kann auch über Telefon oder andere social medias sein.

Ein weiteres Schlagwort: HOCHFAHREN.
Jetzt in dieser Zeit der Lockerungen muss alles hochgefahren werden: Gasthäuser, Restaurants und Hotels, Schulen und Geschäfte werden wieder geöffnet; aber vor allem die Wirtschaft muss hochgefahren werden. Darüber sind wir froh und dankbar.
Pfingsten ist die Botschaft, dass der in den Himmel hochgefahrene Christus uns seinen Geist schenkt, den Geist der Liebe. Das heißt für uns: jetzt geht es darum, Solidarität hochzufahren – besonders mit denen, die in anderen Ländern noch stärker als wir in großer Not sind: Solidarität mit den Flüchtlingen, mit den Verfolgten, mit denen von Natur-Katastrophen Betroffenen, mit den Hungernden. In vielen Ländern werden Menschen nicht nur vom Coronavirus bedroht, sondern gleichzeitig von Hunger und Krieg. Solidarität auch im eigenen Land mit denen, die ihre Arbeit verloren haben, bei denen das Unternehmen in Konkurs gegangen ist, die jetzt jeden Euro dreimal umdrehen müssen.
Pfingsten das Fest des Hochfahrens der Nächstenliebe.

Und das dritte Schlagwort: ANSTECKUNG.
Wir leben immer noch in der permanenten Angst, wir könnten vom Virus oder sonst einer Krankheit angesteckt werden.
Der Heilige Geist möchte uns Getaufte und Gefirmte anstecken mit dem Virus der Liebe, der Empathie, der Versöhnung, des Teilens, der Aufmerksamkeit für die anderen. Daran werden wir immer wieder erinnert, wenn wir bei uns oder anderen mit Weihwasser das Kreuzzeichen machen: Wir sind Getaufte, das heißt, vom Geist Gottes erfüllte Söhne und Töchter dieses liebenden und barmherzigen Vaters. Lassen wir uns anstecken vom Heiligen Geist, der uns hilft, das Böse zu unterlassen und Gutes zu tun.
In der vierten Strophe des aus dem 9. Jahrhundert stammenden Pfingsthymnus „Veni, creator Spiritus“ beten wir: „Entflamme Sinne und Gemüt, dass Liebe unser Herz durchglüht und unser schwaches Fleisch und Blut in deiner Kraft das Gute tut“.

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