Wallfahrtskirche Heiligwasser, Igls-Innsbruck, Tirol, ÖsterreichDie Wallfahrt von Heiligwasser war von Anfang an mit den Prämonstratensern des Stiftes Wilten verbunden. Der Wallfahrtsort gehörte ja ursprünglich zum Gebiet der Urpfarre Patsch, in der schon seit ca. 1259 Seelsorger des Stiftes Wilten tätig waren.


 

Wallfahrtskirche Heiligwasser, Igls-Innsbruck, Tirol, ÖsterreichWallfahrtskirche Heiligwasser


Der Name Heiligwasser ist auf die dort entspringende Quelle zurückzuführen und findet seinen Ursprung in der Bezeichnung "ad sacrum fontem" aus dem Jahr 1670. In den Quellen aus den Jahren 1651 und 1652 ist die Rede von einem Taxbaum, einem Tannenbaum oder einem Mutter-Gottes-Baum und einem heiligen Bild. Wahrscheinlich war dort auch eine hölzerne Kapelle erwähnt, die - wie auch der Baum - vor dem 30. September des Jahres 1652 abbrannte.


 

Wallfahrtskirche Heiligwasser, Igls-Innsbruck, Tirol, ÖsterreichIm Jahr 1661 entschloss sich Abt Dominikus Löhr, an dem Gnadenort eine gemauerte Kapelle und ein Messnerhaus zu bauen. 1662 wurde in dem neu erbauten Kirchlein eine gotische Madonna aus dem Stift Wilten aufgestellt und die erste hl. Messe gefeiert. Am 20. Oktober 1665 wurde die Kirche "in honorem Sanctissimae Virginis ad nives" (Maria Schnee) geweiht. zu dieser Zeit gab es dort auch eine Einsiedelei. Die Quellen berichten von einem Einsiedler namens Thomas Warell und später von einem Jacob Zelt.

Von seinem Ursprung an wurde der Wallfahrtsort zu einem immer öfter besuchten Ziel der umliegenden Bevölkerung. Das Stift Wilten trug laufend Sorge zur Verschönerung und Erhaltung der Kirche, besonders unter Abt Martin Stickler (1719-1747).
1722/23 wurde die Kirche um eine Seitenkapelle zu Ehren der hl. Ottilie erweitert. 1736 wurde der Brunnen gebaut - vermutlich mit der so genannten Brunnenkapelle, die eine Nische in der Mauer zum Berg hin darstellte und bis ins 20. Jh. bestand. Die dazugehörige Brunnenfigur war dort bis in das Jahr 1909 zu sehen. 1738/39 wurde die Kirche um einen Vorraum verlängert. 1742 wurde das neue Portal gebaut, der Brunnen zurückversetzt und eine Mauer hinter der Kirche gezogen. 1743 entstand das Fresko über dem Kirchentor. Im Laufe dieser Jahre wurde auch das Innere der Kirche neu ausgestaltet. Im Großen und Ganzen zeigt sich die Kirche noch heute im selben Bild.
Im Jahr 1786 sollte - wie viele andere - auch die Kirche in Heiligwasser aufgehoben werden. Durch ein Attest, das die heilende Wirkung des dort entspringenden Quellwassers bestätigt, konnte die Aufhebung verhindert werden. 1802 wurde die Kirche gründlich renoviert. Im Jahr 1856, am 2. Juli, konnte man mit großem Aufwand die 250-Jahr-Feier begehen. Aus diesem Anlass wurden Renovierungen vorgenommen, wofür verschiedene Spender eine Summe von 600 Gulden aufbrachten. Weitere Renovierungen fanden 1909/10 und nach dem Zweiten Weltkrieg statt.


 

Wallfahrtskirche Heiligwasser, Igls-Innsbruck, Tirol, ÖsterreichDie Wallfahrtskirche liegt auf 1240 m Seehöhe.

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