Datum: Mittwoch, 21. Oktober 2020

30. Sonntag im Jahreskreis A (25. Oktober 2020)

Evangelium des Matthäus 22, 34 - 40

In jener Zeit,
als die Pharisäer hörten,
dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie am selben Ort zusammen. 

Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn versuchen 

und fragte ihn: Meister (Lehrer), welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? 

Er antwortete ihm:
Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben 

mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Denken. 

Das ist das wichtigste und erste Gebot.


39 Ebenso wichtig ist das zweite:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. 

40 An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. 

 


Gedanken zum Sonntag, Stift Wilten

 

Liebe Weggefährten im Glauben!

 

Fahrtwind auf dem Bahnsteig kann gefährlich sein.

Daher die wiederholte Durchsage: >Halten Sie Kinderwägen und andere Gegenstände fest!<

 

Fahrtwind entsteht auch durch Postings im Internet

Erstaunlich, welche Sogwirkung ein kleines Fehlverhalten von Politker*Innen auslösen kann 

und sich zu einem Ablehnungssturm hochschaukelt.

 

Das Evangelium des Matthäus zeigt, welchem Windsog Jesus ausgesetzt war.

Im Fahrtwind der Hohepriester und Ältesten des Volkes stellen die Sadduzäer,

die Abgesandten der Herodesgruppe, die Pharisäer und Schriftgelehrten Jesus auf die Probe.

Es gelingt Jesus, mit den geballten Erprobungen ruhig und nüchtern umzugehen.

 

Doch der Fahrtwind der Mächtigen setzt sich für ihn fort und endet erst mit dem Todesurteil.

 

Mögen wir von Jesus lernen, ruhig und nüchtern mit den Erprobungen des Lebens umzugehen.

 

Das wünschen sich und dir Albert und Petra Maria. 

 

 

Einfach weiterdenken...

...ein Gesetzeslehrer fragt Jesus: Meister (Lehrer), welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?

Ein Pharisäer mit theologischer Autorität nennt Jesus „Meister und Lehrer“. Damit erkennt er Jesus als Tora - Autorität an. Ein wichtiges Detail für das Evangelium des Matthäus – geschrieben für eine juden-christliche Gemeinde in der Diaspora.

Im Laufe der Zeit schufen die religiösen Autoritäten des Judentums unzählige Normen für das tägliche Leben. Nichts sollte dem Zufall überlassen werden und schon gar nicht der persönlichen Entscheidung. Ähnliches geschah auch in der kirchlichen Praxis.

Den Pharisäer und Jesus verbindet das tägliche Glaubensbekenntnis. Bis heute praktizieren es Juden/Jüdinnen und bekennen öffentlich im Gottesdienst oder im persönlichen Gebet:


„Höre Israel!

Der HERR, unser GOTT*, der HERR ist einzig:

Darum wirst (sollst) du den HERRN, deinen GOTT*, lieben

Mit ganzem Herzen,

mit ganzer Seele

und mit ganzer Kraft.“

Darauf greift Jesus zurück.

Lieben mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft...???

Ist das primär eine Leistung bzw. die Erfüllung eines Gebots? 

Gen 2, 7 zeigt eine besondere Spur mit „GOTT*, der HERR, formte den Menschen aus dem Staub vom Ackerboden, und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.“

Der Lebensatem (hebräisch >nefesch</griech. >psyche<) ist das GÖTTLICHE* im Menschen. Das meint „Seele“. Durch den göttlichen Lebensatem ist der Mensch fähig zu lieben. Wir müssen uns die Liebe nicht erst erarbeiten. Sie ist schon in uns als Grundbegabung angelegt. Wir können sie in uns erfahren durch das „Hören“.

Es geht darum, diese Grundbegabung zur Liebe im Handeln zu verwirklichen. Das zeigt Jesus durch sein Leben. Manchmal auch durch Gleichnisse, z. B. in Lk 10, 25 – 37 mit dem Beispiel vom Barmherzigen Samariter. Damit antwortet Jesus auf dieselbe Frage eines Gesetzeslehrers.

Eine anregende Übersetzungsvariante von Roland Werner liest sich so:

„Du sollst dem Herrn, deinem GOTT*, deine ganze Liebe schenken. Das betrifft dein ganzes Herz, deine ganze Seele und deine gesamte Verstandeskraft...Du sollst deinen Mitmenschen lieben, so wie du dich selbst liebst.“

 

sturm der emotionen

hass und ablehnung

prasseln unvermutet

auf vermeintlich schuldige

intirgen

halbwahrheiten

verleumdung

grenzen aus

vergiften mich und dich

ich frage dich

hörst du es

das leise raunen

am grund der seele

spürst du sie

die zuneigung und liebe

im inneren des herzens

kennst du sie

die stimme der vernunft

sie lehren dich

sei mensch

im heute und im morgen

 

petra unterberger

 

 

Newsletter

Wenn Sie unseren regelmäßig erscheinenden Newsletter abonnieren wollen, geben Sie bitte hier Ihre Daten ein:

Anschrift

Stift Wilten
Prämonstratenser-Chorherren
Klostergasse 7
6020 Innsbruck
Tirol, Österreich
Telefon: +43 512 583048

email


Klosterladen

Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 08.00-12.00 und 14.00-18.00, 
Sa: 08.00-12.00

Bitte beachten Sie bei Ihren Einkäufen und Besuchen in unserem Laden die derzeit vorgeschriebenen COVID-Sicherheitsbestimmungen! 

An der Pforte unseres Stiftes finden Sie unseren Klosterladen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch auch auf unserer facebook-Seite


Volltextsuche

Social Media

Besuchen Sie auch unsere Sozialen Kanäle!

Stift Wilten, Innsbruck

powered by webEdition CMS