Datum: Sonntag, 15. September 2019

Fest KREUZERHÖHUNG 2019

Lesung Buch Numeri 21 4 – 9

Evangelium Joh 3, 13 - 17

Heute versuchen wir, die innere Verbindung zwischen der Lesung und dem Evangelium sichtbar zu machen. Die Erzählung des Alten (Ersten) Testaments ist im Umfeld der Heimatferne im Exil gewachsen. Die Leute brauchten Ermutigung und sollten neu lernen, dem HERRN zu vertrauen.

Das Volk aber verlor auf dem Weg die Geduld,
es lehnte sich gegen Gott und gegen Mose auf
und sagte: 
Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Etwa damit wir in der Wüste sterben?
Es gibt weder Brot noch Wasser
und es ekelt uns vor dieser 
elenden Nahrung. 

Da schickte der HERR Feuerschlangen unter das Volk. Sie bissen das Volk und viel Volk aus Israel starb.   Da kam das Volk zu Mose
und sagte: Wir haben gesündigt, denn wir haben uns gegen den 
HERRN und gegen dich aufgelehnt. Bete zum HERRN, dass er uns von den Schlangen befreit!
Da betete Mose für das Volk. Der H
ERR sprach zu Mose: Mach dir eine Feuerschlange und häng sie an einer Stange auf! Jeder, der gebissen wird, wird am Leben bleiben, wenn er sie ansieht   Mose machte also eine Schlange aus Kupfer und hängte sie an einer Stange auf. Wenn nun jemand von einer Schlange gebissen wurde und zu der Kupferschlange aufblickte, blieb er am Leben. 

 

 


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Liebe WeggefährInnen im Glauben,
 
 

Die brennenden Amazonaswälder lassen inzwischen nur wenige kalt!

Die Welt brennt.

Die Atmosphäre hat zahlreiche Löcher.

Die Grundlagen des Lebens für Pflanzen, Tiere und uns selber sind vergiftet.

 

In der jüdischen Bibel findet sich die Erzählung über Leute auf dem Weg durch die Wüste,

die von giftigen Feuerschlangen gebissen werden und daran sterben. Einige der Betroffenen

erkannten einen Zusammenhang zwischen ihrem eigenen Verhalten und der Vergiftung.

 

Sie übernahmen dafür Verantwortung und bekannten öffentlich „Wir haben gesündigt!“

 

„Sünde“ ereignet sich dort, wo Egoismus um sich greift und Verantwortung für das Leben geleugnet und nicht

wahrgenommen wird.

 

Mögen wir lernen, bei der „Entgiftung der Welt“ mitzuwirken und an unserem Platz die eigene Verantwortung dafür übernehmen.

 

Das wünschen sich und Euch Albert und Petra Maria.

 

 

Einfach weiterdenken...

Die Leute verloren die Geduld; stellten das bisherige Leben in Frage; innerer Ekel griff um sich. Und da „die Feuerschlangen“! Alles war vergiftet: Die Beziehungen untereinander und das Vertrauen auf GOTT. Da brach die Einsicht auf: „Wir haben gesündigt!“ Wir haben die Welt vergiftet; wir haben die giftigen Feuerschlangen verursacht. Wir brauchen die Fürbittkraft des Mose. Und der setzte ein Zeichen: Wer zur Kupferschlange an seinem Stab aufblickte blieb am Leben.

Wie gleicht doch die Situation des Volkes der aktuellen Weltlage! Feuerschlangen und brennende Amazonaswälder; Vergiftung der äußeren Atmosphäre und der globalen politischen Lage. Die Feuerschlangen durch „fake-news“ im Internet und die menschlichen Abwertungen im parteipolitischen Werben um Wählerstimmen.

Wie kommen wir heraus aus den vergifteten „Schlangengruben“?

Zuerst durch die Einsicht und das Bekenntnis „wir haben /ich habe gesündigt“. Es gilt, den eigenen Teil der Verantwortung ernst zu nehmen.

Dann durch Menschen, die „beten“, die für andere eintreten, die gesündigt haben und ihre Verantwortung nicht wahrnehmen. 

Und jetzt die Botschaft des Evangeliums in Joh 3 als Hoffnungsfenster, wie wir aus den fremd- und selbstverschuldeten „Schlangengruben“ herausfinden können.

In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodémus: 

 Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn.  Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettetwird.

Unsere Hoffnung ist Christus. Es reicht nicht, zu ihm in den unzähligen Bildern und Darstellungen  aufzuschauen wie in der Wüste auf die Kupferschlange des Mose. Es geht darum, IHM zu glauben/zu  vertrauen. Die bewusste Entscheidung, mit Christus verbunden zu leben. Immer im Bewusstsein, dass „jede*r, die/der an ihnglaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ 

Und dabei die persönliche Verantwortung für die „Entgiftung“ der Welt zu übernehmen.

 

 

intrigen macht und größenwahn

schlangenbrut in unserer zeit

giftig und zerstörerisch

ohne rücksicht auf verluste

suchen sie verzweifelt ihre seligkeit

im markt der waren

mensch vergiss nicht

hüter*in der erde bist du

besinn dich jetzt

eh es zu spät

 

petra unterberger

 

 

 

 

  

 

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