Der Kalender beschert zurzeit freie Tage. „Auf den Autobahnen staut der Verkehr. Übliche Unfälle: Wer redet da von Karfreitag oder Kreuzigung? Für die Ostertoten steht die Versicherung ein. Was soll‘s, normale Opfer?“ (Ingeborg Drewitz). Ostern geht uns nichts mehr an. Hauptsache vier freie Tage. Die Konzerte bieten ein anspruchsvolles Programm. Die Radio- und Fernsehprogramme spielen Ostern. Es wird noch Ostern gespielt, aber nicht mehr gefeiert. Viele Zeitgenossen verstehen Ostern als wertneutrales Frühlingsfest.

Was wäre eigentlich, wenn sich Ostern, wenn sich die Auferstehung Jesu nicht ereignet hätte? „Nimm die Auferstehung hinweg, und auf der Stelle zerstörst du das Christentum“. Mit diesen kernigen Worten hat die frühe Kirche das österliche Lebenszentrum des christlichen Glaubens ausgedrückt (Manfred Scheuer).

Ostern, die Auferstehung Jesu Christi ist das höchste Fest der Christen. Es ist das Fest des LEBENS.

Auferstehung drängt zu einem neuen Leben, zu einem Leben aus der Taufe, in der wir in Christus begraben und mit Christus auferstanden sind.

Aber wie kann das alte Leben, wie können Hass, Gleichgültigkeit, Gewalt und Terror, Verachtung und die vielfältigen Formen des Todes aufgebrochen und verwandelt werden? Die Dichterin Gertrud von le Fort hat geschrieben: „Geh in dein eigenes Herz und wälze den Stein von der Türe des Grabesdunklen: Du selbst musst auferstehen, Christ ist erstanden.“

„Du selbst musst auferstehen!“ Schon jetzt in diesem Leben ist es möglich, Auferstehung bruchstückhaft zu erfahren: Vor allem dann, wenn wir in Gott sind, der ja ein Freund des Lebens ist; wenn wir als sein Ebenbild versuchen, so wie Er als Liebende zu leben; wenn wir mit seinen österlichen Augen die Welt betrachten. So können wir Auferstehung ermöglichen auch hier und jetzt.

Es gibt sie tatsächlich: die glückliche Auferstehung aus dem matten Alltag; die Auferstehung aus Sorgen, aus festgefahrenen Situationen, aus schlechter Laune, aus Stress und Qual. Jeder von uns kann Auferstehung erleben:

Das sind Taborstunden, Erfahrungen des Glücks, der Lebensfreude, der intensiven Beziehung, der Auferstehung im Diesseits. Solche Erinnerungen und Erfahrungen sind Anker der Hoffnung. Sie geben auch Zuversicht in dunklen Stunden und lassen nicht verzweifeln.

Liebe österliche Gemeinde!

Das Wort der Dichterin Gertrud von Le Fort könnte uns in diesen österlichen Tagen begleiten: „Geh in dein eigenes Herz und wälze den Stein von der Türe des Grabesdunklen: Du selbst musst auferstehen. Christ ist erstanden!“ Amen. Halleluja.

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