Ordenskonferenz

Am 8. Juni 2021 wählten die OrdensoberInnen die neuen Vorsitzenden der neu konstituierten diözesanen Ordenskonferenz Innsbruck.

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Am 8. Juni 2021 wählten die OrdensoberInnen die neuen Vorsitzenden der neu konstituierten diözesanen Ordenskonferenz Innsbruck.

Ordenskonferenz der Diözese Innsbruck unter neuer Leitung

Am 8. Juni 2021 wählten die OrdensoberInnen im Nobertisaal des Stiftes Wilten, unter Vorsitz der Generalsekretärin Sr. Christine Rod MC, die neuen Vorsitzenden der neu konstituierten diözesanen Ordenskonferenz Innsbruck. Neuer Vorsitzender ist Abt German Erd Ocist vom Zisterzienserstift Stams. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Sr. Judit Nötstaller SSND (Schulschwestern von Unserer Lieben Frau) gewählt.

„Ich finde es auf jeden Fall als neue Herausforderung jetzt auch auf diözesaner Ebene für die Ordensgemeinschaften tätig zu sein und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Sr. Judit Nötstaller, die ja schon seit längerem überregionale spirituelle Akzente setzt. Bei meinem Vorgänger Abt Raimund Schreier bedanke ich mich sehr herzlich für den jahrelangen Einsatz. Wie auch in den anderen Bundesländern, haben die Ordensgemeinschaften auch in Tirol ihren Platz und ihre Wirkungsbereiche in Schule und Bildung, im Gesundheits- und Sozialbereich sowie im spirituellen und pastoralen Bereich“, so Abt German Erd anlässlich seiner Wahl zum Vorsitzenden der diözesanen Ordenskonferenz Innsbruck.

Im dynamischen Miteinander auf einem gemeinsamen Weg

„In unserer Zeit ist vieles im Fluss. Die eigenen Mitglieder werden weniger, die ‚Laienmitarbeiter‘ werden mehr und bekommen auch ‚mehr Einfluss‘. Das in einem guten Miteinander zu bewältigen und in all diesen Entwicklungen den spezifischen Ordensgeist beziehungsweise das Charisma des jeweiligen Ordens lebendig zu erhalten, das wird die Herausforderung der kommenden Jahre sein. Vieles ist in dieser Richtung schon geschehen und wir wollen in diesem dynamischen Miteinander weiter gemeinsam unterwegs sein, die nötigen Schritte tun und auch die öffentlichen Stellen in entsprechender Weise einbinden. Für Vieles haben die Orden das Fundament gelegt, auf dem heute der Staat erfolgreich aufbauen kann – im Bildungs- aber auch im Gesundheitswesen und in Sozialeinrichtungen. Ich denke, wir in der Leitungsebene wollen all diese Entwicklungen aufmerksam begleiten, Hilfestellungen geben und sie in einem guten Geist zum Wohl der betroffenen Menschen in eine lebenswerte Zukunft führen“, blickt der Vorsitzende in die Zukunft.

Zuhören, was die Gemeinschaften bewegt

Die stellvertretende Vorsitzende Sr. Judit Nötstaller freut sich ebenso auf ihre Aufgabe: „Als stellvertretende Vorsitzende danke ich Sr. Pauline Thorer – sie war jahrelang Vorsitzende der Regionalkonferenz der Frauenorden in der Diözese Innsbruck – für ihren Einsatz für die Ordensfrauen in Tirol. Meine Aufgabe sehe ich vorerst im Zuhören, was die Gemeinschaften bewegt und wenn Bedarf ist, ihre Anliegen mit Abt German in der Diözese und im Land Tirol zur Sprache zu bringen. Im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialbereich sowie in der Seelsorge und durch das Gebet leisteten und leisten die Ordensgemeinschaften Tirols einen beträchtlichen gesellschaftlichen Beitrag. Auch in Tirol leben wir in Zeiten des Umbruchs und Aufbruchs, sodass Überlegungen, wer wir als Ordensfrauen und Ordensmänner mit unterschiedlichen Charismen in Zukunft in der Diözese Innsbruck und im Land Tirol sein wollen, was wir tun können und was wir loslassen müssen, Themen unserer Gespräche sein werden. Mit und für die Menschen in Tirol sind wir unterwegs im Glauben, dass Gott mit uns geht.“

Im Geist des offenen, weiten und liebenden Herzens

„Wir sind gerade im Herz-Jesu-Monat Juni. Vor 225 Jahren, am 1. Juni 1796, hat sich das Land Tirol in einem besonderen, vom damaligen Ständerat (heute Landtag) beschlossenen Gelöbnis dem Herzen Jesu anvertraut und geweiht. In diesem Geist des offenen, weiten und liebenden Herzens wollen wir Orden unseren Weg verbunden mit den Menschen des Landes in ihrer Suche nach Inhalt und Sinn auch in der heutigen pluralistischen Gesellschaft weitergehen nach dem Motto des Apostels: Geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet und voll Freude in der Hoffnung, dass der Hl. Geist auch in unserer Zeit immer wieder neu aufflammen wird, denn ER Ist bei uns alle Tage bis ans Ende der Zeit“, so Abt German Erd abschließend.

Diözese Innsbruck

In der Diözese Innsbruck leben und wirken derzeit 576 Ordensangehörige. Davon leben 180 Männer in 10 Ordensgemeinschaften und 396 Frauen in 15 Ordensgemeinschaften (Stand Ende 2020).

Die „Österreichische Ordenskonferenz“

ist die gemeinsame Vertretung der katholischen Männer- und Frauenorden Österreichs. Sie ging aus der Zusammenlegung der „Superiorenkonferenz der männlichen Orden Österreich“ und der „Vereinigung der Frauenorden Österreichs“ hervor und erlangte am 8.12.2019 per vatikanischen Dekret Gültigkeit. Die Netzwerkmarke „Ordensgemeinschaften Österreich“ ist die gemeinsame Interessensvertretung der Orden in Österreich. Insgesamt sind 192 Ordensgemeinschaften Mitglieder der Ordenskonferenz, davon 106 Frauenorden und 86 Männerorden. www.ordensgemeinschaften.at

Über den Autor

Abt Raimund Schreier im Jagdzimmer

Abt Raimund Schreier

Prälat Schreier ist 1952 in Innsbruck geboren und wurde 1971 eingekleidet. Der Abt steht dem Kloster vor und hat die Aufgabe, dieses zu leiten.

Seit 1992 ist Raimund Schreier der Abt des Wiltener Klosters. Der Wiltener Abt ist zudem Haus-, Hof- und Erbkaplan des Landes Tirol. Seit 1978 ist Prälat Schreier Rektor der Wiltener Sängerknaben.

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