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Ausstellung: Michael Hedwig


Aber der Geist ist Leben

Im Zentrum der Ausstellung steht das Viller Altarblatt aus dem Jahr 2002. Das Bild wird alljährlich, von der Osternacht bis Pfingsten, in der Pfarrkirche St. Martin, Vill, am Hochaltar gezeigt und wurde nun in den Ausstellungsraum transferiert.

Die Ausstellung gliedert sich in Werkgruppen. Einen Schwerpunkt bilden Bilder und Grafiken welche die Arbeit am Altarblatt vorbereitet und dann begleitet haben, und Bilder die später in der Reflexion der Thematik und im Sinne einer Neuverortung entstanden sind. Seit 1986 malt Michel Hedwig Madonnen. Die Kapelle bietet Raum für eine Auswahl von Bildern, von 1989 über 2008 bis zur mehrteiligen Arbeit „Madonnen-Fragmente“, 2025. Neben den „großen und kleinen Schlafenden” sind die Gartenbilder Sinnbilder für den mit dem Kosmos in Resonanz stehenden Menschen. Ein weiterer Raum ist speziell der Zusammenarbeit mit der österreichischen Autorin Karin Peschka gewidmet. Das große druckgrafische Sterntaler-Buch, 2008 im Verlag Neuhauser Kunstmühle/Salzburg erschienen, markiert den Beginn einer anhaltend fruchtbaren Kooperation. Das bisher letzte gemeinsame druckgrafische Buch-Projekt „ab- und angesang“, erschien im Herbst 2025 im Verlag Edition Thurnhof/Horn.

Michael Hedwig

Geboren 1957 in Lienz/Osttirol, absolvierte er das Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Bekannt für seinen kraftvollen figurativen Stil, gestaltete er 2005, die U3 Station Stubentor der Wiener U-Bahn, mit der monumentalen mehrteiligen Arbeit „Bewegungen der Seele“. Sein Fastentuch (11x7m), 2010 für den Dom zu St. Jakob in Innsbruck gemalt, wurde 2020 – 23 während der Fastenzeit in der Michaelerkirche in Wien gezeigt. Seit 2024 befindet sich das Tuch in der Pfarrkirche St. Andrä in Lienz und erfüllt, unter denkbar optimalen Bedingungen, die Lichtsituation im Altarraum unterstützt die lichtdurchlässige Malerei, den liturgischen Zweck.

Michael Hedwig lebt und arbeitet in Wien und Lienz.

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25. Mai

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