Geschichte

Die Stiftsgebäude stehen auf den Ruinen der römischen Siedlung Veldidena.

Stiftsgeschichte

Die wechselvolle Geschichte des Stiftes Wilten geht bis in die Spätantike zurück. An der Stelle des römischen Kastells Veldidena befindet sich heute das Kloster Wilten. Um das Jahr 1128 besiedelten die ersten Prämonstratenser das Stift.

Kastell Veldidena

Zur Frühgeschichte

Am Eingang der Sillschlucht, dort wo einst die römische Via Claudia Augusta über den Brenner in das Inntal mündete, erhebt sich das Prämonstratenser-Chorherrenstift Wilten.

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Veldidena

Das zentrale Alpen- und Voralpengebiet wurde von den Römern zur Provinz Rätien zusammengefasst. Dabei war das heutige Nordtirol als Durchzugsgebiet von Bedeutung. Deshalb war es wichtig, über gute Straßen zu verfügen und ein befestigtes Lager für den Nachschub zu haben.

Hier in Wilten wurde zunächst eine Staßenstation und ein Lager errichtet. Den Namen Veldidena dürften die Römer von der einheimischen Bevölkerung übernommen haben, denn dieser ist vorrömischen Ursprungs. Vom Kastell aus gelangte man ins Unterinntal und zum Seefelder Sattel.

Römischer Meilenstein

Das Kastell

Ende des 3. Jahrhunderts wurden die Zeiten durch die Einfälle der Germanen unsicherer und die Römer errichteten ein mächtiges Kastell. Dieses befand sich unmittelbar nördlich des Stiftes Wilten. Die Befestigung umfasste ein Rechteck von 60 mal 70 m und verfügte über 2,6 m dicke Mauern, sowie vier Ecktürme.

Der Ausbau dieser Militärstation führte zum Aufschwung der umliegenden Ortschaften, dies lassen die Funde aus Hötting vermuten. Anhand der Gräber lässt sich rekonstruieren, dass der Ortsbereich Veldidenas sich auf den Raum des Stiftes und der Basilika beschränkt.

Kastell Veldidena

Kultstätte

Vermutet wird, dass man in Veldidena schon eine vorchristliche Kultstätte errichtete, die womöglich zur Verehrung des bei den römischen Soldaten beliebten Lichtgottes Mithras diente. In der spätrömischen Zeit setzte sich der christliche Glaube durch und die Römer errichteten die erste Kirche, die dem heiligen Laurentius geweiht war.

Wann die Römer Veldidena verließen, ist historisch nicht gesichert. Man vermutet allerdings, dass die Militärstation durch Zuwanderung an Bedeutung verloren hat. Auch unter der Basilika konnte man eine Kirche aus dem frühen 5. Jahrhundert entdecken.

Kann man die eine als Bischofskirche, die andere als Gemeindekirche deuten?

Römische Ausgrabungen in Wilten.
De basilicae sancti Laurenti trabe
Stift Wilten Riese Haymon

Der Riese

Die Sage berichtet, dass ein Riese namens Haymon nach einem Kampf mit dem einheimischen Riesen Tyrsus zur Sühne ein Kloster erbaut habe (um 878). Findest du den Riesen Haymon in unserer Stiftskirche?

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Der Riese Haymon

Der Riese Haymon dürfte ein bayerischer Adeliger und Gefolgsmann des Herzogs Tassilo gewesen sein. Seine Spuren könnten aufgrund der Absetzung des Herzogs bewusst verwischt worden sein. Das Volk gestaltete eine Sage, um so die geschichtlichen Lücken der Anfänge des Klosters zu schließen. Der Legende nach soll er über den Zirlerberg in das Inntal gewandert sein. Er geriet in Streit mit dem einheimischen Riesen Thyrsus und erschlug diesen mit dem Schwert. Als Wiedergutmachung soll Haymon selbst ein Kloster bei der alten Laurentiuskirche erbaut haben. Ein Drache, der die Sillschlucht behauste, zerstörte das Bauwerk immer wieder, bis Haymon ihn tötete und ihm die Zunge herausriss. Die Drachenzunge befindet sich heute im Stiftsmuseum.

Der Riese Haymon mit Drachenzunge

Die Sage

Als Tag und Jahr verloffen war

Achthundert schon verstrichen

Zu siebzig acht hats auch schon gmacht

Da Haymon Tods verblichen.

Der tapfre Held hat sich erwählt

Ein Kloster aufzuführen:

Gob alls hinein ging selbst auch drein

Wolts doch nicht selbst regieren

Hat löblich glebt, nach Tugend gstrebt

Ein Spiegel war Er allen

Riß hin, Riß her, ist nicht mehr Er

ins Grab ist Er hier gfallen.

Riese Haymon

Das Wappen

Wie die meisten Tiroler Klöster hat auch das Stift Wilten relativ spät mit der Führung eines Stiftswappens begonnen. Erste Ansätze finden sich unter Abt Alexius Stoll (1470-1492).

Neue Anstöße gab es erst, als vom Tiroler Historiographen Mathias Burgklehner auf der Grundlage älterer Holzschnitte auch für den legendären Gründer des Klosters, den Riesen Haymon, ein Wappen konstruiert wurde. Eine Interpretation legt nahe, dass der grüne Bereich die Wiltener Felder sind und der silberne Balken Symbol für den Sillfluss sein könnte.

Das Wappen von Haymon

Das Geheimnis

„Seine Grabstätte ist 13 Fuss lang, mit einem 2 Fuss langen Stück reicht sie unter die Mauer, 11 Fuss liegen frei“

Diese Beschreibung aus dem 13. Jahrhundert ist der erste Hinweis auf den Riesen Haymon. Die Vorstellung, dass Haymon ein Riese ist, kommt von der Dimension seines Grabes (ca. 4 Meter – 13 Fuss).

In den nächsten drei Jahrhunderten verschmolz diese Beschreibung des Grabes mit den zwei weitverbreiteten Lokalsagen. Die Stelle des Grabes lässt auf eine wichtige Persönlichkeit schließen und so nahm man an, der Riese Haymon wäre der Gründer des Klosters.

Statue des Riesen Haymon in der Vorhalle der Stiftskirche Wilten
In der Nähe dieses Ortes ist ein Kloster; dort ist beim Altar, zur Linken, Heymo begraben.
Habit

Die Prämonstratenser

Wie so oft steht auch am Beginn der Gründung unseres Ordens ein Bekehrungserlebnis, die intensive Gottesbegegnung eines Einzelnen. Erfahre mehr über das Leben im Stift Wilten.

Leben im Kloster

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Der heilige Norbert

Da der hl. Norbert dreimal nach Rom reiste, ist es nicht unwahrscheinlich, dass er jedes Mal nach Wilten kam. Als auf der Synode von Lüttich alle Erzbischöfe und Bischöfe Deutschlands erscheinen mussten, ist es nicht ausgeschlossen, dass der heilige Norbert mit Bischof Reginbert von Brixen bekannt wurde. Dort dürften sie die Übergabe des Collegium Wiltinense besprochen haben.

Die persönliche Anwesenheit des hl. Norbert ist alte Stiftstradition. Auf dem Ölgemälde sieht man die Übergabe des Wiltener Klosters von Bischof Reginbert an den hl. Norbert. Dieses Gemälde stammt vom Kunstmaler Franz Stainer.

Bischof Reginbert übergibt Norbert das Kloster Wilten

Papst Innozenz II.

Papst Innozenz II. bestätigt auf Bitte des Propstes Marquard im Jahr 1138 den in Wilten eingerichteten Kanonikerorden.

Den gegenwärtigen und zukünftigen Besitzstand zu schmälern, verbietet er unter Androhung kirchlicher Strafen, befreit das Klostervermögen von allen Abgaben, gewährt freie Propstwahl, Begräbnisrecht (für Wohltäter) und die Freiheit, Weihen von Altären und Kirchen sowie Ordinationen von Klerikern unbeschadet der Rechte des Diözesanbischofs in besonderen Fällen von jedem beliebigen Bischof vornehmen zu lassen.

Bestätigungsurkunde Papst Innozenz II.

Erster Abt - kein Abt?

Marquardus I. stammte aus Pruntrut in der heutigen Schweiz und war Schüler des heiligen Norbert. Von diesem wurde er nach der Tradition im Jahr 1128 nach Wilten geschickt, um ein bestehendes Kloster zu übernehmen.

Marquard führte den Titel Propst. Erst zwischen 1250 – 1260 nahm man den Titel Abt an. Am 30. April 1138 bestätigte Papst Innozenz II. dem Marquard und allen seinen Nachfolgern die Rechte und Besitzungen des neuen Klosters zu Wilten.

Marquard starb am 6. Mai 1142. Er wurde als Seliger verehrt, seine Gebeine ruhen seit 1667 in einem Schrein hinter dem Hochaltar der Stiftskirche.

Selige Propst Marquard
Marquardus non viribus opere tardus
Stift Wilten Museum

Gründung Innsbrucks

Am linken Innufer hat sich ein Markt etabliert, der im Besitz der Grafen von Andechs war. 1180 wurde der Markt auch auf die rechte Innseite erweitert. Lerne die Geschichte der Gründung Innsbrucks kennen.

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Anbruggen

Auf der linken Innuferseite gründete Markgraf Berthold von Andechs um das Jahr 1133 einen Markt (forum). Dieser Markt wurde nach der Innbrücke Ynbruggen genannt und befand sich am nördlichen Innufer.

Durch den Bau dieser Brücke wuchs die Bedeutung des Marktes, seine Ausdehnung war aber durch den Fluss auf der einen Seite und den Schuttkegel auf der anderen Seite begrenzt. Auf der anderen Uferseite war jedoch die Hofmark Wilten. Durch Schenkungen des Bischof von Brixen und von Adeligen war das Kloster alleiniger Grundherr über das Dorf Wilten. Man brauchte also eine Lösung für dieses Problem.

Anbruggen befindet sich am linken Innufer

Berthold III.

Berthold III. ist der Gründer von Innsbruck. Erhalten ist sein Siegel, welches auch sein Sohn (Berthold IV.) manchmal benützte. Im Jahr 1180 wurde sein Sohn, Markgraf Berthold IV. von Andechs, vom Kaiser in den Herzogsrang von Meranien und damit in den Reichsfürstenstand erhoben.

Diesen neuen Stand benützten Vater und Sohn, um mit dem Stift Wilten zu einer Einigung zu kommen, damit sie ihren Markt über den Fluss verlegen konnten. Zu dieser Zeit erreichte die Familie den Zenit ihres Ansehens. Ihr Besitz reichte von Franken bis an die Adria. Dieser Markt war so auch wichtiger Verkehrsknoten zwischen den weit entfernten Besitzungen.

Berthold VI. Siegel

Wiltener Henkelkelch

Der Wiltener Henkelkelch ist durch den Namen Berthold in der Inschrift bestimmbar. Die Erweiterung des bestehenden Marktes im Jahr 1180 gab Anlass für die Stiftung des Kelches. Er wurde in späterer Zeit aus unbekannten Gründen vergraben und erst zwischen 1288 und 1302 im sogenannten Suster Acker aufgefunden.

Das Programm des Kelches hängt eng mit den theologischen Vorstellungen des 12. Jahrhunderts zusammen. Das heilsgeschichtliche Geschehen beginnt mit der Erschaffung der Welt und findet den Höhepunkt im Kreuzes-Tod Christi. Die Typologie der christlichen Kunst bringt das Alte und das Neue Testament in einen engen Zusammenhang.

Wiltener Henkelkelch

Blättere durch die Geschichte

Insprucke

Oeni Pons (von oenus Inn und pons Brücke)

Diese Urkunde aus dem Jahr 1187 ist die erste Erwähnung des Namens Insprucke.

Berthold III. von Andechs, Markgraf von Istrien und sein Sohn Berthold IV., Herzog von Meranien bestätigen, dass sie vom Kloster Wilten das Recht erlangt haben, ihren Markt auf den Raum südlich der Brücke zu verlegen. Dafür erhält das Kloster Wilten eine Hube (mansum) im Dorf Amras sowie jährlich zu Martini eine Mark (talentum) vom Marktzoll und drei Häuser im Markte samt den Abgaben ihrer Bewohner. Das rechtliche Verhältnis des Stiftes zur neuen Marktsiedlung wird in detaillierten Bestimmungen festgelegt.

1187 Streit zwischen den Bürgern Innsbrucks und dem Stift Wilten
Ut forum nostrum trans pontem poneremus.
Stift Wilten

Die Barockzeit

Die Klosteranlage des Stiftes Wilten bekam in der Barockzeit ihr heutiges Erscheinungsbild. Erforsche diese Epoche unserer Stiftskirche und erfahre mehr über ihre kuriose Entstehung.

Zur Stiftskirche

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Barocke Lebensart

Die barocke Disziplin war streng, auf Zucht und Ordnung wurde eisern geachtet. Eine wesentliche Erleichterung gegenüber der mittelalterlichen Ordnung brachte die Abschaffung des Nachtchores. Die Matutin wurde seit 1640 um 4 Uhr früh gebetet. Damit passte man sich dem Lebensrhythmus des modernen Menschen an. Es war ein Zeichen dafür, dass die Wiltener in der Barockzeit Intellektuelle geworden waren.

Das Hauptbetätigungsfeld der Wiltener blieb die Seelsorge. Auch die Seelsorge bekam jetzt eine intellektuelle Note. Man entdeckte nunmehr die Seelsorge im modernen Sinne, während man sich im Mittelalter mit der Spendung der Sakramente begnügte.

Abt Martin Stickler als Hl. Norbert

Barocke Fassade

Bei den barocken Bauten ging es vielfach um Prestige. Diese Zeit wurde in Innsbruck durch die Baumeisterdynastie Gumpp geprägt. Abt Löhr wurde zum Erbauer der neuen barocken Stiftskirche, deren Weihe am 18. Oktober 1665 stattfand. Man nahm den Neubau des Konventes in Angriff. Das alte Winkelwerk der gotischen Gebäude genügte den Anforderungen der Menschen des Barockzeitalters nicht mehr.

Das Klosterleben konnte sich jetzt in diesem Bau erst wirklich entfallen. Dies brachte auch den endgültigen Sieg der Einzelzelle über das mittelalterliche Dormitorium (Schlafsaal). Abt Stremer brachte die größte Blüteepoche in der Geschichte Wiltens.

Idealansicht der Barocken Klosteranlage

Gregor von Stremer

Gregor von Stremer stammte aus der adeligen Familie Stromburg zu St. Pauls/Eppan. Schon als Prior hatte er die Bauleitung über den Neubau des Konvents über. Er führte den Bau des jetzigen barocken Stiftes zu Ende und ließ die Stiftskirche und das Kloster mit den Fresken Kasper Waldmanns und dem Stuck Pasquales schmücken.

Er achtete auf die vorbildliche Klosterdisziplin und legte großen Wert auf die Studien. 47 neue Mitglieder konnte er aufnehmen. Nach 26 Jahren Abttätigkeit starb er im Alter von 57 Jahren. Es war die goldene Zeit Wiltens. Dieses Ölgemälde ist eine Darstellung des hl. Gilbert mit dem Porträt des Abtes Gregor von Stremer von Philipp Haller.

Abt Gregor von Stremer
Memor esto verbi Tui servo Tuo
Stift Wilten Deckenfresko

Bis ins 20. Jahrhundert

Die vielen Aufbrüche der ersten Nachkriegszeit, vor allem in der Jugendseelsorge, fanden ein jähes Ende im Nationalsozialismus. 1939 wurde Abt Schuler gezwungen, das Stift zu verkaufen.

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Theresianische Zeit

Neben der Vermittlung von Wissen auf scholastische Weise erregten nun auch neue Wissenschaften wie Geschichtsforschung, Naturwissenschaften und Philosophie großes Interesse. Die Chorherren gehörten zur Schicht der Intellektuellen  und trafen sich in elitären Zirkeln und Akademien.

Ein letztes Aufflackern barocker Sinnesfreude war die großartig gefeierte Hochzeit zwischen dem Erzherzog Leopold und der Infantin Maria Ludovica, die im Stift nächtigte.Die Studienreform der Kaiserin Maria Theresia machte es einem Wiltener Chorherren möglich, eine Lehrkanzel an der Theologischen Fakultät zu erlangen. Diese Geisteshaltung fand ihren Ausdruck im Baustil der Basilika, des Rokoko, wieder.

Kaiserin Maria Theresia

Zeit der Aufklärung

Unter Kaiser Joseph II. hielt ein wesentlich nüchterner Geist in Österreich Einzug. Als 1805 Tirol an Bayern abgetreten wurde, schien das Ende des altehrwürdigen Stiftes gekommen. Das Kloster wurde unter bayrische Verwaltung gestellt, einige Besitzungen wurden verkauft, die Bibliothek mit den wertvollen Handschriften, Inkunabeln und Büchern der Universitätsbibliothek Innsbruck übergeben.

Nach dem Wiener Kongress konnte das Stift wiederhergestellt und die Güter großteils wieder zurückgegeben werden. Im Nachhinein können wir bemerken, dass diese Zeit der gewaltsamen Umbrüche dem Stift mehr nutzte als schadete. Das Feudalzeitalter war wirklich überwunden, die Erneuerung gelang auf Basis tiefer Spiritualität. Wiltener Chorherren waren sogar als Missionare in Nordamerika tätig.

Abt Markus Egle

In der NS-Zeit

Die vielen Aufbrüche der ersten Nachkriegszeit, vor allem die Jugendseelsorge, fanden ein jähes Ende im Nationalsozialismus. 1939 wurde Abt Heinrich VI. Schuler gezwungen das Stift an den Reichsgau zu verkaufen. Die Mitbrüder wurden ausgewiesen, zwei von ihnen flohen nach Südamerika; ein Mitbruder starb im KZ Dachau. Bei den Fliegerangriffen der Alliierten auf die Brennerbahn wurde das Stift derart zerstört, dass niemand mehr an ein Wiedererstehen glauben konnte.

Ob das alte Veldidena in der langen Zeit der Völkerwanderung schlimmer verheert wurde als das moderne Wilten unter der kurzen Ära Adolf Hitlers, läßt sich füglich bezweifeln!“ – D. Siard Wimmer

Bombardierung der Stiftskirche

Der Kaufvertrag

In der Bartholomäusnacht 1939 ging ein Geflüster durch die Zellen der noch wachen Mitbrüder:

Das Stift ist aufgehoben, morgen heißt es wandern!

Am frühen Morgen wussten es bereits alle. Am 26. August 1939 wurde der gesamte Besitz des Stiftes Wilten durch den Gauleiter Hofer in die Gauselbstverwaltung überführt und grundbücherlich übereignet. Nach der Bombardierung besichtigte der Gauleiter das Stift und gab den Befehl, den Turm zu sprengen. Es waren schon Sprenglöcher gebohrt, da setzte sich das Denkmalamt energisch zur Wehr. Frau Dr. Gritsch mobilisierte alle maßgeblichen Persönlichkeiten zur Verhinderung der Zerstörung des Klosters.

Nazis zwingen das Stift zu verkaufen
Kontakt Klemens Halder Prior
Kontakt Prior Klemens

Klemens Halder OPraem

Prior des Stiftes Wilten

D. Klemens wurde 1945 in Telfes im Stubaital geboren und 1963 eingekleidet. Der Prior vertritt den Abt in Abwesenheit. Er kümmert sich um die Mitglieder des Konventes, leitet Versammlungen und teilt die Arbeit im Kloster ein. Die kulturellen Bereiche rund um das Archiv, die Bibliothek und die Kunstsammlung stehen unter seiner Leitung.

Kontakt

Der Innenraum der Wiltener Stiftskirche

Führungen

Du gehst auf den Spuren der Römer, hörst die Sage rund um den Riesen Haymon, siehst prachtvolle Architektur und wirst mit der Spiritualität der Wiltener Chorherren vertraut.

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Das Museum

Laut Gründungslegende hat der Riese Haymon unser Kloster gegründet. Beim Bau des Klosters soll er einen Drachen erschlagen haben. Wir haben die Drachenzunge im Museum.

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Riese Haymon