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Datum: Dienstag, 27. Juni 2017
Ort: Stiftskirche Wilten

Bach hat immer das letzte Wort

Er gehört zu den stilprägenden Organisten unserer Zeit: Der Niederländer Ton Koopman spielte am 29. Juni an der Festorgel der Stiftskirche Wilten.

Ton Koopman

Ton Koopman ist ein Urgestein der Alte-Musik-Szene. Der Organist, Cembalist, Dirigent und Musikwissenschaftler ist berühmt für seine rasenden Tempi und seine opulenten Verzierungen auf Orgel und Cembalo. Viele seiner CD-Einspielungen sind stilprägend – so zum Beispiel die erste Gesamteinspielung des Werkes von Dietrich Buxtehude.

In Wilten spielte Ton Koopman im Rahmen der Wiltener Stiftsorgelkonzerte das Konzert „Johann Sebastian Bach & die Reformation“. 

Die Konzerteinführung erfolgte vor Beginn des Konzertes persönlich durch den Künstler.

„Wir durften uns sehr glücklich schätzen diesen internationalen Star der Alten Musik in Innsbruck zu begrüßen“, so der verantwortliche Organisator Stiftsorganist Kurt Estermann.

Auf die Frage nach dem für ihn größten Komponisten antwortete Koopman in einem Gespräch: „Bach ist der größte Komponist unseres Kosmos, wir haben nie einen wichtigeren Komponisten vor oder nach ihm gehabt! Jedes meiner Orgelkonzerte endet mit Bach. Bach hat das letzte Wort, das Ja und Amen.“


Programm Ton Koopman 

Wiltener Stiftsorgelkonzerte 2017

Johann Sebastian Bach & die Reformation III

Johann Sebastian Bach (1685-1750)                  

  • Praeludium et Fuga c-Moll BWV 549
  • Partite sopra “O Gott du frommer Gott” BWV 767
  • Fuga g-Moll BWV 578
  • „Vater Unser im Himmelreich“ BWV 682
  • „Wachet auf ruft uns die Stimme“ BWV 645
  • „Schmücke dich, o liebe Seele“ BWV 654
  • Toccata et Fuga “Dorische” BWV 538
  • „Nun komm der Heiden Heiland“ BWV 659
  • „An Wasserflüssen Babylon“ BWV 653
  • “In dulci jubilo” BWV 729
  • Fantasie G-Dur BWV 572

Biographie

Ton Koopman wurde in Zwolle / Niederlande geboren. Er studierte Orgel, Cembalo und Musikwissenschaft in Amsterdam. Für das Spiel auf beiden Instrumente wurde er mit dem Prix d’Excellence ausgezeichnet. Von Beginn seines Studiums an standen für ihn authentische Musikinstrumente und die historische Aufführungspraxis im Mittelpunkt. Fasziniert vom Barock-Zeitalter gründete er im Jahr 1969, erst fünfundzwanzigjährig, sein erstes Barock-Orchester, 1979 schließlich das Amsterdam Baroque Orchestra, dem im Jahr 1992 der Amsterdam Baroque Choir folgte. 

Im Verlauf seiner Karriere war Ton Koopman an allen bedeutenden Konzerthäusern und Festivals der Welt zu Gast. Als Organist spielte er auf den wertvollsten historischen Orgeln Europas. Als Cembalist und Dirigent des Amsterdam Baroque Orchestra & Choir war er regelmäßig Gast in Konzerthäusern wie dem Concertgebouw Amsterdam, dem Théatre des Champs-Elysées Paris, dem Haus des Wiener Musikvereins, der Berliner Philharmonie, dem New Yorker Lincoln Center und der Carnegie Hall sowie in der Suntory Hall in Tokyo. Als Solist gastierte er in London, Brüssel, Madrid, Rom, Salzburg, Kopenhagen, Lissabon, München, Athen.

Als Gastdirigent blickt Ton Koopman auf die Zusammenarbeit mit den weltweit bedeutendsten Orchestern zurück, darunter dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks, dem Deutschen Symphonieorchester Berlin, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, den Wiener Symphonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, den New Yorker Philharmonikern, der San Francisco Symphony und dem Cleveland Orchestra, wo er seit 2011 für drei Jahre Artist in Residence war.

Zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen dokumentieren Ton Koopmans umfangreiche Tätigkeit als Solist und Dirigent. Er nahm unter anderem für Erato, Teldec, Sony, Philips und die Deutsche Grammophon auf. Schließlich gründete er 2003 sein eigenes Label „Antoine Marchand“ als Sublabel zu Challenge Classics.

Zwischen 1994 bis 2004 realisierte Ton Koopman die Gesamtaufnahme aller Kantaten von Johann Sebastian Bach. Dieses umfangreiche und ehrgeizige Projekt wurde mit dem Deutschen Schallplattenpreis Echo Klassik, dem Prix Hector Berlioz und dem BBC Award ausgezeichnet und nominiert für den Grammy Award (USA) sowie den Gramophone Award (UK). Im Anschluss daran begann er sein nächstes Großprojekt: die Einspielung des Gesamtwerks von Dietrich Buxtehude. 2014 erschien die letzte Ausgabe der 30 CD’s mit den gesamten Orgel- und Cembalowerken, der Kammermusik und den Vokalwerken. Ton Koopman ist Präsident der Internationalen Dietrich-Buxtehude-Gesellschaft. 

Im Jahr 2006 erhielt er die Bach-Medaille der Stadt Leipzig, 2012 den Buxtehude-Preis der Stadt Lübeck und 2014 den Royal Academy of Music Bach Prize in London.

Für viele Jahre war Ton Koopman Professor für Cembalo am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Er ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music London und zudem Inhaber eines Lehrstuhls für Musikwissenschaft an der Universität Leiden.

Der Verlag Breitkopf & Härtel betraute ihn mit der Edition der gesamten Orgelkonzerte Georg Friedrich Händels und der Carus-Verlag mit der Edition von Händels Messias sowie Buxtehudes Das Jüngste Gericht.

Die nächsten Termine

Christkönigssonntag - Pontifikalamt in der Stiftskirche
Das Pontifikalamt am Christkönigssonntag wird musikalisch von der Capella Wilthinensis gestaltet. Gespielt werden Orgelwerke von Max Reger. Wir laden Sie herzlich zur Mitfeier des Gottesdienstes ein.
Datum: Sonntag, 26. November 2017
Beginn: 10:30 Uhr
Ort: Stiftskirche Wilten, Innsbruck

Christkönigsonntag - Feierliche Vesper in der Stiftskirche
Der Konvent feiert zum Abschluss des Christkönigssonntags eine Feierliche Vesper mit den Gläubigen in der Stiftskirche. Gespielt wird Musik für zwei Orgeln. Wir laden Sie herzlich zur Mitfeier ein.
Datum: Sonntag, 26. November 2017
Beginn: 18:00 Uhr
Ort: Stiftskirche Wilten, Innsbruck

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