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Datum: Mittwoch, 27. September 2017
Ort: Dom St. Jakob, Innsbruck

Hermann Glettler wird Bischof der Diözese Innsbruck

Papst Franziskus hat den bisherigen Bischofsvikar der Diözese Graz-Seckau, zum fünften Bischof von Innsbruck ernannt.

Das gab Mittwochmittag der Heilige Stuhl im "Bollettino" - dem Pressedienst des Vatikans - offiziell bekannt. Nach Monaten des Wartens hat die Diözese Innsbruck damit wieder einen Bischof. 

Hermann Glettler ist Mittwochmittag dann bereits offiziell zum Gebet im Innsbrucker Dom zu St. Jakob um 12.15 Uhr eingetroffen. Dort wurde er im vollbesetzten Dom von den Gläubigen herzlich empfangen.


 

Vor dem Gotteshaus begrüßten auch die Vorsitzende der Regionalkonferenz der Frauenorden, Generaloberin Sr. Pauline Thorer, und der Vorsitzende der Superiorenkonferenz der Männerorden in der Diözese Innsbruck, Abt Raimund Schreier, den designierten Bischof und wünschten ihm viel Kraft, Freude und Gottes Segen.


Um 14 Uhr waren Medienvertreter zur ersten Pressekonferenz mit dem designierten Bischof im Haus der Begegnung eingeladen.

Diözesanadministrator Jakob Bürgler bei der Pressekonferenz: "Papst Franziskus hat MMag. Hermann Glettler zum Bischof von Innsbruck ernannt. Damit geht eine lange und auch belastende Zeit der Vakanz zu Ende.

Im Namen der Diözese Innsbruck und persönlich begrüße ich unseren neuen Bischof sehr herzlich! Ich bete darum, dass sein Dienst für ihn und für die ihm anvertrauten Menschen zum Segen wird.
 
Ich persönlich kenne Bischof Hermann Glettler nicht. Im Frühjahr 2017 haben wir einige Male miteinander telefoniert, jedoch ohne zu vermuten, dass sein Weg nach Innsbruck führen wird.
Eine meiner Mitschülerinnen aus der gemeinsamen Schulzeit in Lienz wohnt in Graz, hat lange zur Pfarre von Hermann Glettler gehört und hat mir zu seiner Ernennung geschrieben: „Ein sehr glaubwürdiger, herzverbundener und mutiger Mensch.“ Hermann Glettler eilt ein guter Ruf voraus - ein wachsamer, lebendiger, zeitnaher Mensch. Darüber freue ich mich sehr.
 
Seine tiefe geistliche Verwurzelung, seine Liebe zu einfachen Leuten und den Menschen am Rand, seine klare Positionierung in sozialen und politischen Fragen und seine Dynamik für eine Kirche, die sich in unserer Zeit des Umbruchs neu orientieren muss, lassen mich auf eine lebendige Zeit mit ihm hoffen.
 
Vergelt´s Gott sage ich allen, die in den letzten Monaten intensiv um einen guten neuen Bischof gebetet haben. Und ich bitte weiterhin um das Gebet für den neuen Bischof und für unsere Diözese."

Glettler: Mit Freude und Dynamik in die Zukunft

Designierter Bischof von Innsbruck: „Komme als Lernender nach Tirol, um Kultur, Bräuche und das Leben der Menschen kennen zu lernen“ - Dank an Diözesanadministrator Jakob Bürgler für die Leitung der Diözese in der Sedisvakanz - Großes Interesse am Dialog mit christlichen Konfessionen, anderen Religionsgemeinschaften und Fernstehenden

Mit einem herzlichen Dank an den Diözesanadministrator Jakob Bürger startete Hermann Glettler in seine erste Pressekonferenz als designierter Bischof der Diözese Innsbruck am Mittwoch, 27. September im Haus der Begegnung in Innsbruck. Bürgler habe "die Diözese mit Feinfühligkeit und großem Engagement geleitet" und dabei auch viele Hürden gemeistert. Dass er die Entscheidung des Papstes für einen Nicht-Tiroler so gelassen nehme, zeuge „von einer beeindruckenden menschlichen Größe und einer tiefen geistlichen Verwurzelung."

Mit launigen Worten kommentiert Glettler seine eigene Reaktion auf die Ernennung zum Bischof: "Die Freude über das Bischofsamt braucht noch etwas, aber der erste Schrecken ist überwunden.“ Nach den ersten Versuchen, dagegen zu reden, habe er dann doch zu dieser Ernennung Ja sagen können. „Ich vertraue darauf, dass auch bei dieser Entscheidung Gott seine Hände mit im Spiel hatte. Gott kennt mich, meine Begabungen und meine Sünden, trotzdem beruft er mich: Das ist Barmherzigkeit“, so Glettler. Der designierte Bischof ermutigte alle Menschen, auf den Ruf Gottes zu hören und auf ihre Weise auf diesen Ruf zu antworten. Auch wenn das oft bedeute, „die Komfortzone des Lebens zu verlassen“. 

Nach Tirol komme er als Lernender, betont der gebürtige Steirer: „Ich muss die Kultur, die Bräuche und das Leben der Menschen hier erst kennen lernen“. Ihm sei klar, dass er mit dem Tiroler Dialekt eine weitere Fremdsprache lernen müsse, aber er sei sehr neugierig auf Tirol und die Menschen in diesem Land. Nach den ersten Stunden im Land habe er schon sehr viele herzliche Begegnungen erlebt, freut sich Glettler.

In der Diözese Graz-Seckau war Glettler zuletzt als Bischofsvikar für die Bereiche Caritas und Evangelisation verantwortlich. Beides gehört für den neuen Bischof von Innsbruck eng zusammen. „Eine wirkliche Verkündigung des Evangeliums lässt sich nicht leben ohne die liebevolle Aufmerksamkeit für Notleidende und Menschen, die an den Rand gedrängt sind“, so Glettler.

Seinen Weg als Bischof sieht Glettler mitten im Volk Gottes und vom Volk Gottes getragen. Er wolle ein Bischof sein, der um das Leben der Menschen Bescheid wisse und der sich auch korrigieren lassen wolle. Er will aber keiner Ortskirche vorstehen, die nur um sich selber und um innerkirchliche Themen kreise; so Glettler. „Als lebendiges Volk Gottes nehmen wir teil an allem, was es an Freude und Gelingen, aber auch an Verwundungen in unserer Gesellschaft gibt.“ Insgesamt blicke er mit großer Freude in die Zukunft, so Glettler.

Ausdrücklich wandte er sich an alle Menschen, die sich aus Enttäuschung oder Frustration von der Kirche abgewandt haben, eine andere spirituelle Heimat gefunden haben oder nie einen Bezug zur Kirche hatten. Er trete gerne in Dialog und freue sich über jedes Zeichen menschlicher Verbundenheit, so Glettler.

Ein besonderes Anliegen ist dem künftigen Bischof der ökumenische Dialog und das Gespräch mit anderen Religionsgemeinschaften. Ausdrücklich grüßte Glettler die israelitische Kultusgemeinde und die Muslime in Tirol. „Friede und Versöhnung kann es nur geben, wenn wir uns alle als Teil einer großen Menschheitsfamilie sehen und gemeinsam das Wohl aller vor Augen haben“, so Glettler.

Am Ende seines Statements bat der künftige Bischof um Unterstützung für sein künftiges Wirken in der Diözese Innsbruck. Es gehe dabei nicht um die Kirche, sondern um das Reich Gottes und um ein neues, vom Geist erfülltes und solidarisches Leben. Dankbar sei er für alle Zeichen des Willkommens, die ihm in diesen Tagen und künftig entgegen gebracht werden.

 

Die Bischofsweihe wird zum ersten Advent, am Samstag, den 2. Dezember um 12 Uhr im Innsbrucker Dom gefeiert.

Lebenslauf Hermann Glettler

Hermann Glettler wurde am 8. Jänner 1965 in der Marktgemeinde Übelbach in der Steiermark geboren. Seine Schullaufbahn schloss er am Bischöflichen Seminar und Gymnasium in Graz ab. Die Maturareise führte ihn 1983 nach Frankreich, wo er in Paray le Monial zufällig an einem internationalen Jugendtreffen der Gemeinschaft Emmanuel teilnahm, der er seit 1987 angehört. Glettler studierte Theologie und Kunstgeschichte in Graz, Tübingen und München. Am 23. Juni 1991 wurde Hermann Glettler zum Priester für die Diözese Graz-Seckau geweiht. Nach Kaplansjahren in Judenburg-St. Nikolaus und Wagna verbrachte er ein Fortbildungsjahr 1998/99 in St. Nicolas des Champs in Paris. Von 1999 bis 2016 war er Pfarrer im Pfarrverband Graz St. Andrä-Karlau. 

Als Pfarrer im multikulturellen Bezirk Graz-Gries engagierte er sich besonders auch für sozial Benachteiligte und Flüchtlinge. Er gehört der Kommission für den interreligiösen Dialog und der Kunstkommission der Diözese an. Zusätzlich zur Kunstvermittlung ist er auch als eigenständiger Künstler tätig. Bekannt wurde er unter anderem auch als „Künstlerpriester“. Seit einigen Jahren ist er Vorsitzender des Arbeitsausschusses des steirischen Priesterrates. Im September 2016 wurde er zum Bischofsvikar für Caritas und Evangelisation in der Diözese Graz-Seckau bestellt. Als Provisor leitet er die Pfarre Graz-Christus der Salvator.

Fünfter Bischof der Diözese Innsbruck

Bischof Paulus Rusch 1964 – 1980
Bischof Reinhold Stecher 1981 – 1996
em. Erzbischof AloisKothgasser 1997 – 2003

Diözesanadministrator Ernst Jäger 2003

Bischof Manfred Scheuer 2003 – 2016

Diözesanadministrator Jakob Bürgler 2016 - 2017

designierter Bischof Hermann Glettler ab 2017

Die nächsten Termine

35 Jahre - Wiltener Advent
Lieder, Musik und besinnliche Worte zur Vorweihnachtszeit in der Basilika Wilten.
Datum: Samstag, 16. Dezember 2017
Beginn: 20:00 Uhr
Ort: Basilika Wilten, Innsbruck

3. Adventsonntag - Lichtvesper in der Stiftskirche
Am Abend des 3. Adventsonntags feiert der Konvent gemeinsam mit den Gläubigen eine Lichtvesper in der Stiftskirche. Gespielt werden Orgelwerke von Charles Marie Widor (1844-1937) „Marche du Veilleur de Nuit“ aus: Bach’s Memento.
Datum: Sonntag, 17. Dezember 2017
Beginn: 18:00 Uhr
Ort: Stiftskirche Wilten, Innsbruck

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